Identifikation von Software in Messgeräten

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Waage

Die MID unterscheidet klar zwischen "Angaben" von Daten auf Messgeräten und dem "zur Verfügung stellen" der Identifikation der Software (Anhang I Nr. 8.3 der MID).

Die Hessische Eichdirektion interpretiert dies so, dass die tatsächlich aufgespielte Softwareversion oder eine Checksumme etc. elektronisch ausgegeben werden müssen.

Die Identifikation der Software kann über ein im Messgerät eingebautes Display, grundsätzlich aber auch über eine Schnittstelle erfolgen. So wurde bei der Marktüberwachung der Hutschienen-Elektrizitätszähler von der Hessischen Eichdirektion (wie auch von Welmec WG 5) die elektronische Ausgabe über eine optische Schnittstelle akzeptiert.

Bei der Ausgabe über eine Schnittstelle (optisch, elektrisch, etc.) ist jedoch zu beachten, dass die Identifikation "auf einfache Weise" (MID Anhang I Nr. 8.3) möglich sein muss. Auch sind Anforderungen an die Prüfbarkeit aus MessEG / MessEV zu beachten.

Fazit: Aus Sicht der Hessischen Eichdirektion genügt es nicht, die Softwareversion lediglich auf dem Typenschild anzugeben. Hiergegen spricht auch die Vollzugserfahrung, denn es sind bereits Fälle vorgekommen, bei denen die aufgespielte Softwareversion nicht mit der auf dem Typenschild angegebenen Softwareversion übereinstimmte.

Ob die z. B. elektronische Ausgabe auf einfache Weise möglich ist, muss im Einzelfall geprüft werden. Gegebenenfalls ist vom Hersteller eine entsprechende Einrichtung den Eichbehörden in hinreichender Zahl zur Verfügung zu stellen, damit die Identifikation "auf einfache Weise" möglich ist, wenn dieses nicht mit den üblichen Hard- und Software-Werkzeugen der Eichbehörden möglich ist.

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